Tipps für effektives Arbeiten mit InDesign

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Yvonne Voigt

30.08.2017
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InDesign ist nach wie vor DAS Layoutprogramm der Wahl für alle, die gerne gestalten – egal ob Layouts fürs Internet oder die klassische Druckproduktion. Zahlreiche Shortcuts erleichtern und beschleunigen das Arbeiten ungemein. Aber es gibt noch viele weitere Tricks, die dem Grafikdesigner und auch dem Hobbygestalter das Leben und Layouten erleichtern. In diesem Artikel möchte ich Ihnen eine Auswahl meiner liebsten Arbeitserleichterungen in InDesign vorstellen.

  • Formatvorlagen nutzen.

    Diese gibt es in InDesign gleich in mehrfacher Ausführung (einzublenden über Fenster – Formate). Formatvorlagen für Absätze, für Zeichen für Objekte und für Tabellen. Bei Tabellen gibt es außerdem noch Formatmöglichkeiten für die einzelnen Zellen.

    Hin und wieder mag es sinnvoll sein, Formatvorlagen für Objekte und Tabellen zu verwenden. In der Praxis habe ich aber festgestellt, dass ich per Copy und Paste in der Regel schneller und effektiver arbeite.

    Wirklich sinnvoll sind aber die Formatvorlagen für Absätze. Dort definiere ich mir immer zumindest die Einstellungen für den Grundtext sowie für Überschriften ersten, zweiten und dritten Grades. Oftmals kommen noch weitere Formate wie Zitate, Texte für Infokästen etc. hinzu. Von der Schriftart über die Größe, Spationierung, Abstände und Farbe lässt sich dort alles einstellen, was das Herz begehrt. Und wenn der (in der Regel noch unformatierte) Text erst mal im Dokument ist, reicht ein Klick auf das Absatzformat und schon hat er die gewünschte Formatierung.

    Und wenn ich im Nachhinein feststelle, dass der Platz in meinem Dokument nicht ausreicht? Kein Problem – einfach ins Absatzformat gehen, die Schriftgröße um 0,5 pt reduzieren und schon ändert sich die Schriftgröße an allen Stellen, an denen das Format eingesetzt wurde.

    Die Nutzung von Formatvorlagen trägt auch einen großen Teil dazu bei, dass die Einheitlichkeit des Dokumentes gewahrt bleibt.

    Zeichenformate nutze ich persönlich weniger. Diese sind vor allem dann sinnvoll, wenn man häufige Hervorhebungen im Text hat (z. B. fetter Text in einer anderen Farbe). Dort soll ja dann nicht der ganze Absatz sondern oftmals nur ein einzelnes Wort hervorgehoben werden.

  • Musterseiten anlegen

    Auf einer Seite kann man jede Menge Einstellungen treffen: Seitenränder, Spalten, Hilfslinien, Beschnittzugabe, wiederkehrende Objekte usw. Da ist es bei mehrseitigen Projekten (z. B. Broschüren, Büchern, Formularen) ausgesprochen sinnvoll, eine Musterseite anzulegen, die alle nötigen Spezifikationen enthält.

    Im Fenster „Seiten“ wird oben die Musterseite (standardmäßig A – Musterseite genannt) angezeigt. Durch Doppelklick auf die Musterseite wird diese aufgerufen. Nun können Sie wie gewohnt Ihre Einstellungen treffen und z. B. die Seitenränder einstellen. Auch wiederkehrende Layoutelemente wie Balken oder automatische Seitenzahlen können auf der Musterseite platziert werden.

    Sind alle Einstellungen auf der Musterseite erledigt, können Sie wieder auf die normale Seite klicken – diese hat sich nun den Änderungen auf der Musterseite angepasst.

    Eine Stolperfalle gibt es allerdings auch: 

    Objekte der Musterseiten sind auf der normalen Seite gesperrt, damit sie nicht versehentlich verschoben werden können (was in der Regel ja auch sinnvoll ist, damit das einheitliche Aussehen gewahrt bleibt). Möchte man aber beispielsweise ein Bild in den Hintergrund (z. B. hinter die auf der Musterseite eingebaute Seitenzahl) legen, funktioniert dies leider nicht, da die Musterseite immer im Hintergrund ist. In dem Fall muss man die Option „Alle Musterseitenobjekte übergehen“ wählen: Strg + Alt + Umschalttaste + L. Damit werden die Objekte von der Musterseite gelöst und können frei verschoben oder eben auch in den Vordergrund gestellt werden. Nachteil des Ganzen ist, dass spätere Änderungen auf der Musterseite nicht auf den normalen Seiten übernommen werden. Aber einen Tod muss man sterben…

    Und noch ein wichtiger Tipp:

    Man kann auch Seitenmaster in verschiedenen Formaten anlegen (Im Seitenfenster unter „Neue Musterseite“). Das ist z. B. ausgesprochen praktisch, wenn man inhaltlich gleiche Anzeigen für verschiedene Medien in unterschiedlichen Formaten gestaltet. Oder wenn man Banner für Social-Media-Plattformen entwirft die ja auch alle unterschiedliche Formate haben. Wichtig: Die Musterseiten unbedingt entsprechend benennen, sonst blickt man irgendwann nicht mehr durch.

  • Umgang mit eingebundenen Bildern

    Oftmals kommt es vor, dass man eine Fülle von (teils unbearbeiteten) Bildern für ein Projekt zur Verfügung hat. Welche Bilder wirklich verwendet werden, stellt sich erst im Laufe des Gestaltungsprozesses heraus. Deshalb ist mein Vorgehen in diesem Fall folgendes:

    Ich lade mir das komplette unbearbeitet Bildmaterial per Strg + D (Platzieren) ins Dokument. Dann geht es ans layouten. Wenn das Layout steht und feststeht, welche Bilder verwendet werden, öffne ich diese in Photoshop. Dazu drücke ich die Alt-Taste und mache einen Doppelklick auf das jeweilige Bild. Photoshop öffnet sich automatisch und ich kann die Bilder nun bearbeiten, in der Größe anpassen, den Farbmodus ändern etc.

    Nach dem anschließenden Speichern in Photoshop zieht sich InDesign in der Regel automatisch die bearbeiteten Fotos (manchmal dauert es einen Moment). Dann kontrolliere ich nochmal, ob die Bilder noch so platziert sind, wie ich das ursprünglich geplant hatte, da durch Drehung/Beschnitt unter Umständen andere Bildausschnitte zu sehen sind als auf dem unbearbeiteten Originalbild.

    Im zweiten Teil von „9 total tolle Tipps für effektive Arbeiten mit InDesign“ geht es um die Möglichkeiten in der Farbpalette, ums Importieren von Vektorgrafiken und um Tabellen als Layoutelemente.

Im zweiten Teil von „Tipps für effektive Arbeiten mit InDesign“ geht es um die Möglichkeiten in der Farbpalette, ums Importieren von Vektorgrafiken und um Tabellen als Layoutelemente.

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